Beste Bildung für Thüringen
Dsc03235

Kinder sind die Zukunft des Landes. Unser Ziel als Thüringer CDU ist, für bestmögliche Entwicklungschancen zu sorgen, damit sie zu Persönlichkeiten reifen, die ihr Leben meistern können. Wir werden die Familien in Thüringen stärken, sie finanziell entlasten und ihnen damit Entscheidungsspielräume eröffnen, die Raum für die Vielfalt der Lebensvorstellungen geben. Familien sind das Fundament der Gesellschaft. Wir wollen jungen Menschen die Entscheidung für Kinder erleichtern. Denn Kinder dürfen nicht zum Armutsrisiko werden.

Eltern haben das Recht und müssen die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Kleinkinder betreuen und erziehen. Die Betreuung in Kinderkrippe und Kindergarten, durch Tagesmütter oder die häusliche Betreuung sind für uns gleichwertige Alternativen. Es ist unser Ziel, Eltern durch eine kostenfreie Verpflegung in den Kindergärten zu entlasten. Für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wollen wir die Hortbetreuung ausbauen. Beste Bildung für alle Kinder entsprechend ihrer Begabungen und Möglichkeiten. Das ist der Kern guter Bildungspolitik.

Unser Ziel ist, den Unterrichtsausfall zu stoppen und den im Lehrplan vorgesehenen Unterricht überall im Land sicherzustellen. Dazu sollen mehr Lehrer ausgebildet und eingestellt werden. Wir werden sie von Bürokratie entlasten, damit sie sich auf den Unterricht als ihre Kernaufgabe konzentrieren können. Dem Grundsatz einer begabungs- und leistungsgerechten Bildung entspricht ein Schulsystem, das auf die richtige Schule für jeden setzt, statt auf eine Schule für alle.

Eckpfeiler dieses Systems sind zum einen Qualität und Eigenverantwortlichkeit und zum anderem eine durchgängige Durchlässigkeit. Kein Abschluss ohne Anschluss. Das heißt auch, die Förderschulen zu erhalten und zu stärken. Inklusion um jeden Preis ist der falsche Weg. Unser Ziel ist, dieses differenzierte Schulsystem im ganzen Land zu erhalten. Je kürzer die Beine, desto kürzer die Wege.

Schule muss zunächst die elementaren Kulturtechniken Rechnen, Schreiben und Lesen und im Weiteren anwendungsbereites Fachwissen, methodische Fertigkeiten und zugleich Orientierung für ein erfülltes und erfolgreiches Leben und Berufsleben vermitteln. Die Einführung nicht oder wenig erprobter pädagogischer Experimente lehnen wir ab. Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, sollen auf die Teilnahme am Unterricht in Vorschaltklassen vorbereitet werden.

Die Balance zwischen beruflicher und akademischer Bildung ist nicht allein in Thüringen völlig aus dem Lot geraten. Deshalb werden wir die berufliche, duale Bildung stärken und uns dafür einsetzen, dass die Gleichwertigkeit beider Wege keine leere Formel bleibt. Unser Ziel ist daher, die Regelschulen wieder ins Zentrum der Schulpolitik zu rücken und ein dichtes Berufsschulnetz zu erhalten. Unser Ziel sind Universitäten und Fachhochschulen, die in Lehre und Forschung in der deutschen und globalen Spitzengruppe ihren Platz haben. Unser Ziel ist eine stärkere Internationalisierung der Hochschulen, die Stärkung von Hochschulen als Innovationszentren und Orte mit noch mehr Unternehmens- und Gründergeist sowie eine gute Forschungsinfrastruktur und guten Studienbedingungen.

Dafür setze ich mich konkret ein:

    • für den Kindergarten
    • Vorfahrt für Betreuungsqualität: Das Wohl und oft auch die Entwicklungschancen der Jüngsten hängen von der Betreuungsqualität in den Kindergärten ab. Sie ist für uns der wichtigste Gradmesser guter Kindergarten-Politik. Zur Steigerung der Betreuungsqualität wollen wir die personelle Ausstattung in den Kindergärten schrittweise weiter verbessern. Die Höhe der Elternbeiträge werden wir begrenzen und die Beiträge für Kindergarten und Hort insgesamt auf den Prüfstand stellen. Die Mehrfachbelastung kinderreicher Familien muss vermieden werden.
    • Kindergärten als Familienzentren: Kindergärten sind die ersten Anlaufstellen, in denen Familien - Mütter, Väter, Paare, Alleinerziehende - Hilfe und Unterstützung finden. Wir wollen den Ausbau von Kindergärten zu Familienzentren weiter unterstützen. Kinderfreundliche Kommunen sollen finanziell profitieren.
    • Investitionen in Kindergartenplätze: Wir werden die Eltern und Kommunen bei der Finanzierung der Angebote entlasten und in deren Erhalt sowie in neue Plätze investieren. Für die Kindergartenbeiträge wollen wir eine Höchstgrenze verankern.
    • Kostenfreie Verpflegung im Kindergarten: Wir wollen die Qualität der Betreuung im Kindergarten weiter verbessern. Deshalb werden wir über den Landeshaushalt für alle Kinder eine kostenfreie, gesunde und ganztägige Verpflegung im Kindergarten finanzieren.
    • für die Schulen
    • Mehr Lehrer ausbilden: Um Unterrichtsausfall zu bekämpfen und angesichts des begonnenen Generationswechsels in den Lehrerzimmern ist es entscheidend, ausreichend Lehramtsbewerber auszubilden. Dazu werden wir ausreichend Referendare einstellen.
    • Kluge Personalpolitik gegen Unterrichtsausfall: Qualifizierte und motivierte Pädagogen sind der Schlüssel für eine gute Schule. Thüringen steht mit anderen Ländern und vor allem mit der Wirtschaft im Wettbewerb um geeigneten Nachwuchs. Deshalb sind konkurrenzfähige Ausbildungs-, Einstellungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für den Schuldienst unverzichtbar.
    • Schulartbezogene Lehrerausbildung stärken: Wir halten an der schulartbezogenen Ausbildung der Lehrer fest, damit sie bestmöglich auf die Anforderungen in den entsprechenden Schularten vorbereitet sind. Wir werden die Besoldungs- und Vergütungsstruktur im Schuldienst schulartübergreifend überprüfen.
    • Leistungsanreize für Lehrer schaffen: Leistung muss sich lohnen. Zum Beispiel für die Übernahme von Funktionsämtern, den Unterricht in Mangelfächern oder in weniger nachgefragten Regionen und Schularten. Entsprechende Steuerungsmöglichkeiten sehen wir in Einstellungsgarantien, Boni für MINT-Fächer oder anderen Zulagen. Darüber hinaus muss es unabhängig von Funktionsämtern die Aussicht auf Beförderungen geben.
    • Lehramtsanwärter für Thüringen gewinnen: Wir werden die Einstellungsverfahren für den Schuldienst effektiver gestalten, damit Thüringen im Wettbewerb um neue Lehrer für die Bewerber attraktiver wird und Einstellungen schneller realisiert werden können. Schulleiter wollen wir in ihrer Entscheidungsfreiheit stärken und die Möglichkeit einräumen, Lehramtsanwärter frühzeitig durch Vorverträge an ihre Schule zu binden.
    • Eigenverantwortliche Schule: Unsere Schulen brauchen mehr Eigenverantwortung. Wir wollen ihren finanziellen Gestaltungsspielraum ausweiten und ihnen mehr Eigeninitiative und Mitspracherechte bei der Lehrergewinnung einräumen.
    • Grundschulen stärken: Grundschulen sollen elementare Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln. Pädagogische Experimente, die dem zuwiderlaufen, werden wir so schnell wie möglich beenden. Kurze Beine brauchen kurze Wege. Daher setzen wir uns für wohnortnahe Grundschulen ein.
    • Hortbetreuung ausbauen: Das flächendeckende Angebot der Horte wollen wir sichern und ausbauen. So soll Hortbetreuung auch in den Klassenstufen 5 und 6 dort angeboten werden, wo Bedarf besteht. Bei entsprechender Qualifikation wollen wir auch den Einsatz von Horterziehern im Unterricht ermöglichen.
    • Förderschulen erhalten: Wo es pädagogisch sinnvoll ist, werden wir den inklusiven Unterricht mit Augenmaß weiterentwickeln. Das heißt vor allem, für die entsprechenden organisatorischen, räumlichen und personellen Voraussetzungen zu sorgen. Ebenso müssen Förderschulen als professioneller Lernort flächendeckend erhalten und wieder personell gestärkt werden.
    • Erhalt der schulvorbreitenden Einrichtungen: Um Kindern mit besonderem Förderbedarf den Einstieg in eine erfolgreiche inklusive Beschulung zu ermöglichen, bedarf es einer gezielten Heranführung an die Abläufe einer Grundschulklasse. Dazu sollen Kinder mit besonderem Förderbedarf schulvorbereitende Einrichtungen besuchen können.
    • Gleiche Chancen für alle Schularten: Allen weiterführenden Schulen werden wir gleichwertige Entwicklungsmöglichkeiten bieten – von den Regelschulen über die Gemeinschaftsschulen bis zu den Gymnasien. Das schließt ausdrücklich die Schulen in freier Trägerschaft und die Spezialgymnasien ein, die wesentlich zur Vielfalt der Thüringer Schullandschaft beitragen.
    • Regelschulen stärken: Die Thüringer Regelschulen sind das Herzstück unseres Bildungssystems. Sie bereiten jeden Schüler auf den für ihn optimalen Abschluss oder auf den gestuften Weg zum Abitur vor. Leistungsfähige Regelschulen schaffen das Fundament für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses in Thüringen. Den Regelschulen werden wir höchste Aufmerksamkeit widmen.
    • Schulen in freier Trägerschaft: Wir wollen eine auskömmliche Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft mit einer jährlichen Progression, die Kostensteigerungen im Bereich der Personal- und Sachkosten abdeckt. Die Finanzierung muss transparent und nachvollziehbar sein und Planungssicherheit gewährleisten. Freie Schulen dürfen unter Berücksichtigung des sozial gestaffelten Schulgeldes nicht schlechter dastehen, als staatliche Schulen.
    • Digitalpakt umsetzen: Wir wollen, dass jede Schule aus den Mitteln des seit 2019 laufenden Digitalpaktes der Bundesregierung bis 2024 mit kostenfreiem W-Lan ausgestattet wird. Wir setzen uns für eine bessere Lehrerqualifizierung und Lehrerweiterbildung bei digitalen Medien ein. ›› Weiterbildungsoffensive digitale Bildung: Wir wollen Thüringer Lehrer im Bereich der digitalen Bildung schulen, damit sie ihrerseits umfassend in die Lage versetzt werden, ihren Schülern frühzeitig digitale Kompetenz zu vermitteln. Dazu soll das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien ein geeignetes Zukunftslabor einrichten.
    • Integrationsquote in Schulen: Wir wollen eine Integrationsquote an regulären Thüringer Schulen. An einer Grundschule sollen mindestens dreiviertel der Kinder Deutsch als Muttersprache sprechen, damit Integration gelingen kann. Diese Integrationsquote soll die Chancen der Kinder verbessern und qualitative Förderung aller im Unterricht ermöglichen.
    • Mehr Schulsozialarbeiter: Wir sprechen uns für mehr Schulsozialarbeit an allen Schularten aus. Den Schulträgern wollen wir die nötigen Mittel für die Personalkosten zur Verfügung stellen. Damit geht auch eine bessere Versorgung mit Schulpsychologen einher.
    • Pakt für berufliche Bildung: Rückgrat einer hochwertigen Berufsausbildung ist ein flächendeckendes Berufsschulnetz. Das wollen wir mit Schulträgern, Kammern und der Allianz für Aus- und Weiterbildung im Rahmen eines Berufsschulpaktes sichern und optimieren. Ein nach Berufsgruppen gebündeltes Basisangebot an vielen Orten und die Spezialisierung in Berufsbildungszentren gehören zusammen.
    • Berufsausbildung mit Abitur: Wir wollen prüfen, inwieweit in Thüringen der Bedarf besteht, in einzelnen Berufsgruppen wieder die Berufsausbildung mit Abitur einzuführen.
    • Berufsschulen stabilisieren: Eine wichtiger Standortvorteil ist ein dichtes Netz an Berufsschulen. Wir fordern deshalb, die starren Mindestklassengrößen abzuschaffen, um damit der Schließung von Berufsschulen Einhalt zu gebieten und flexibler reagieren zu können.
    • Vergleichbare Schulsysteme und Abschlüsse: Die Schulsysteme in Deutschland und die Abschlüsse sollen vergleichbarer werden. Deshalb setzen wir uns für einen Bildungsstaatsvertrag aller Länder mit dem Bund und ein Deutschlandabitur ein. Der gemeinsame Aufgabenpool der Kultusministerkonferenz für das Abitur weist die Richtung, wie Vergleichbarkeit hergestellt werden kann. Damit werden Bildungsziele vorgegeben. Den Wettbewerb der Länder um den besten Weg zu diesen Zielen wollen wir jedoch erhalten.
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